Donnerstag, 28. November 2013

Ferien in Sanya, Hainan

Mitte Oktober gings in die Ferien. Da Kim momentan vom Ausland nicht wieder nach China einreisen kann, entschieden wir uns für Erholung in China selber. Die schönsten Strände findet man angeblich in der südlichsten Stadt von China, in Sanya. Sanya liegt auf der Insel Hainan und wurde für das Freizeitvergnügen der Chinesen gebaut. Mittlerweile befinden sich neben einer Stadt jedoch auch verschiedenste Luxushotels dort, welche die Turisten und Geschäftsleute anlocken. In Hainan gibt es nur eine Jahreszeit. Das ganze Jahr trifft man auf angenehme 30 Grad, Sonne und Meer.. Dachten wir zumindest als wir die Ferien buchten. Wir verschoben die Ferien extra um zwei Monate um der Regenzeit zu entweichen aber die ausserordentlich SPÄTE Regenzeit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Von unseren zehn Tagen in Sanya hat es sechs Tage stark geregnet und der Strand war gesperrt. Mit Würfelspielen verbrachten wir die regnerischen Nachmittage bei einer guten Tasse Tee. Wir versuchten uns im  Tai Ji am Morgen früh zusammen mit einem sehr geübten chinesischen Mann. Über seine Beweglichkeit und Kraft staunten wir. Es hat uns sehr viel Spass gemacht aber so fit wir er werden wir noch lange nicht sein. Um dem Hotelalltag zu entfliehen besuchten wir an einem Tag die Stadt selber. Unsere Erwartungen waren gross, unsere Enttäuschung im Nachhinein gross. Es war sehr dreckig, eine riesige Baustelle und etwas zu sehen gab es nicht. Die spannenden Gebäude auf der angebundenen Phoenix Insel konnten wir nur von weitem betrachten. Der Zutritt war auch nach verschiedenen Diskussionen nicht möglich.
Die wenigen schönen Tage verbrachten wir am Pool und am Strand. Es hatte nicht viele Gäste und war dementsprechend auch sehr Ruhig. Das Personal kannte uns schnell, da wir eher zu den jüngeren Gästen gehörten. Wir liessen es uns gut gehen und konnten trotz schlechtem Wetter etwas entspannen und wieder gestärkt nach Suzhou zurück reisen.


Hotelanlage Hilton am Morgen früh

Hotelanlage Hilton mit viel Grün und schönen Pools und Wasserbecken

Strand mit klarem Meerwasser

Poolanlage mit Schwimmwettbewerb. Reto (ganz rechts) gewann die Bronzemedaille.

Tai Ji am Morgen früh

Phoenix Insel von weitem

Spiel und Handelleben auf den Strassen von Sanya

Spiel und Handelleben auf den Strassen von Sanya

Sanya City

Sanya City

Lauter gute Früchte gab es zum Essen

In der Krebssaison muss man auch das probieren. Frittierter "Soft Shell Krebs"

Tee und Würfelspiel

Monument von verschiedenen Göttern

Wachküssen hat nicht funktioniert

Nachbar Hotel Pullman mit einer tollen Bar

Hotelanlage Hilton bei Nacht

Typisch chinesisches Abendessen, Hot Pot mit Gemüse, Fleisch und Fisch

Bei unsere Equilibrium Massage wurden wir mit diesen kräutergefüllten Stofftaschen verwöhnt


Nach dem Nachtessen ging es oft noch kurz in die Lobby für einen "Guetnacht-Schlumi"

Strandverkäuferinnen lockten mit schönen Perlenketten

Die Sandfigur von Reto

Die Sandkunst beeindruckte die Chinesen. 

Das Resultat kann sich sehen lassen oder wie der Chinese sagen würde: feichang hao!

Frischer Kokosnusssaft bei Sonnenschein schmeckt hervorragend

Wetter gut, alles gut!




Montag, 4. November 2013

Erster Besuch

Mitte September war es so weit, unsere ersten Besucher klingelten an der Haustür. Mike und Elisa haben nach einer kleinen Chinareise einen kurzen Stopp in Suzhou eingelegt. Die beiden wohnen aus beruflichen Gründen seit 2 Jahren in Dubai, Mike und Reto kennen sich aber schon seit der Lehrzeit.
Nachdem wir unsere Wohnung aufgerüstet haben mit genügend Badetüchern und Hausschuhen war die Vorfreude gross. Das Wiedersehen war toll und wir genossen den Abend in einem traditionellen Chinesischen Restaurant mit Spezialitäten von Suzhou. Am nächsten Tag besuchten wir zuerst einen Park. Das Wetter spielte nicht mit und zeigte sich von seiner nebligsten Seite. Da der Park etwas abgelegen ist und wir keine Chance hatten ein Taxi zu finden mussten wir bis zur nächsten Hauptstrasse laufen. Ein langer Weg... An der Hauptstrasse angekommen gab es weit und breit kein Taxi. Ein Chinese auf seinem Roller wollte uns helfen wieder nach Hause zu kommen.. Naja, gar nicht so einfach zu verstehen was er genau meinte mit seinen chinesischen Zeichen, welche er auf ein Stück Papier zeichnete. Die Sprachbarriere ist enorm gross hier und zeigte uns einmal mehr, dass man gezwungen ist in China chinesisch zu lernen. Nach langem hin und her fuhr dann auf einmal ein Bus vorbei der anhielt und uns mitnahm. Glück gehabt.
Gegen Abend reisten wir zusammen nach Shanghai um dort das Wochenende zu verbringen.

In Shanghai trafen wir zudem Stefan, der aufgrund seines Masterstudiums in China war. Stefan, Mike und Reto haben zusammen die Lehre gemacht. Zusammen verbrachten wir mit Sightseeing, gutem Essen und Ausgang schöne Tage. Auch wir entdeckten in der grossen Stadt wieder neue schöne Orte und besuchten das 5. höchste Gebäude der Welt, das World Financial Center.



Spezialität von Suzhou, "Suzhou Fisch", frittierter Fisch an Sweet-Sour-Sauce

Parkanlage "Weisser Drachen"

Parkanlage "Weisser Drachen"

Organisation vom Nachhauseweg. Gar nicht so einfach..

Die Laune liessen wir uns nicht verderben und warteten auf den Bus.

Stefan im Sightseeing-Bus

Shanghai,  vom Yu Garten

Chinesischer Alltag auf den Strassen von Shanghai

Mike und Elisa

Shanghai, das "World Financial Center" oder auch Flaschenöffner genannt

WFC, auf ca. 480 Meter höhe die Aussicht am geniessen

WFC, Aussicht von der Glasplattform

WFC, Aussichtsplattform

WFC, nebenan entsteht das neue 2. höchste Gebäude der Welt. Baustelle auf 492 Meter Höhe.
Pearl-Tower, der Fernsehturm von Shanghai

Apéro in der French Concession von Shanghai. Oliven, Tomaten und kühle Getränke tun gut in der Hitze.
Sightseeing in Shanghai

Shanghai, Kultur und Kunst beim People Square 






Freitag, 4. Oktober 2013

Unser Zuhause und die Umgebung

In der Siedlung "wu gong li du", umgeben von Japanern, haben wir im mittleren von den drei höchsten Gebäuden unsere Wohnung. Bis heute sind uns in diesem Compound noch keine weiteren "Westler" über den Weg gelaufen, was die vielen verwunderten Blicke erklärt. Die Wächter am Eingangstor grüssen uns aber immer ausserordentlich freundlich und lernen jedes Mal heimlich ein neues englisches Wort, welches sie uns präsentieren während wir unsere neuen chinesisch Wörter anwenden.. Vom 18. Stock geniessen wir die Aussicht in den Norden von Suzhou und  schauen im Süden den Japanern beim Kochen zu. Die grüne Anlage ist sehr gepflegt und enthält verschiedene Wasserbecken und Brunnen.. Es wär nur schön wenn auch wirklich Wasser drin wäre. Anly (Sekretärin von Reto) ist überzeugt, dass die ganze Anlage nur ein "Fake" ist.. Schade..
5 Minuten von Zuhause gibt es einen kleinen Park mit einem Teich voller Lotusblüten und Seerosen. Abendspaziergänge führen uns manchmal dorthin. Kurze Strecken legen wir mit den "grünen Velos" zurück. Diese Mietvelos können in der ganzen Stadt gebraucht werden und ca. alle 400 Meter oder vor Shoppingmalls und Sehenswürdigkeiten gibt es eine Abstellstation. Neben den sehr günstigen Taxis bietet die Stadt dadurch eine gute alternative Fortbewegungsmöglichkeit. Ein bis zwei Mal pro Woche geniessen wir unser Abendessen auswärts. Eine kleine aber sehr gute Auswahl von Restaurants ist in kurzer Fussdistanz erreichbar, unteranderem auch das italienische Restaurant Herbs. Der Eingang tönt vielversprechend.. :D
Nachts kommen die Strassenverkäufer und präsentieren ihre Waren. Sei es ein Auto voller Plüschtiere, der Bauer welcher seine Hunde verkauft oder die chinesische Frau die Second Hand Kleider verkauft.. es läuft immer etwas.
Im östlichen Teil von Suzhou liegt das sogenannte SIP. SIP bezeichnet ein Stadtteil, welcher von vielen Westlern bewohnt wird und mit monumentalen Bauwerken das neue Handelszentrum von Suzhou werden soll. Das Architektur Gesprächsthema Nummer 1 ist momentan "die Hose". Das Bauwerk "Gate of the Orient" ist mit 301 Meter momentan das höchste Gebäude in Suzhou und wird als eine riesige Hose bezeichnet. Sie ist 6 mal höher als der Triumphbogen in Paris und somit die Weltgrösste Arkade. Auf dem Dach soll ein traditioneller Garten entstehen welcher dann in China der höchste Garten wäre. Es scheint als ginge es den Chinesen nur darum die Rekorde zu brechen und der Welt zu zeigen was sie können. In mitten vom SIP liegt der Jinji Lake. Am See entlang gibt es eine schöne Fussgängerpromenade, den sogenannten "Rainbow Walk". Nachts tummeln sich dort verschiedene Verkäufer und bieten spannende Attraktionen. Wir sagen immer wieder: Zum Glück wohnen wir hier.

Unsere Wohnsiedlung "wu gong li du", Bild aufgenommen aus dem 48. Stock des gegenüber liegenden Shangri-la Hotel


Südaussicht in die Küchen der Japaner

Rund um unsere Wohnung

Unsere Wohnsiedlung "wu gong li du"

Mietvelostation

Parkanlage mit Teich

Teich mit Lotusblühte

Teich mit Lotus und Seerosen
Eingang vom Herbs

Rund um unser Zuhause

Strassenverkäufer mit Plüschtieren

Gate of the Orient, "die Hose"

Reto vor dem "Gate of the Orient"

Jinji Lake

Rund um "die Hose" entsteht bis 2015 das neue Zentrum

Rainbow Walk am Jinji Lake